Klingbeil besucht Biogasanlage
Vor diesem Hintergrund war es für den SPD-Bundestagsabgeordneten Lars Klingbeil ein besonderes Anliegen, sich in Malstedt die derzeit größte im Landkreis sich in Betrieb befindliche Biogasanlage anzuschauen. „Insbesondere deshalb, weil dieses Projekt mit den Bürgerinnen und Bürgern zusammen realisiert wurde. Frühzeitige Information und die Beteiligung der Menschen vor Ort hat eine weitestgehend konfliktfreie Umsetzung möglich gemacht“ wie Klingbeil, der vom Kreistagsabgeordneten Klaus Genter-Mickley begleitet wurde, im Gespräch mit dem Betreiber der Anlage, Klaus Schröder erfuhr. Schröder erläuterte, dass bereits im April 2009 ein erster Info-Abend veranstaltet wurde, in dessen Verlauf die vorgebrachten Bedenken und Anregungen dazu führten, dass vom ursprünglichen Abstand genommen wurde. Nach weiteren Beteiligungs-Abenden ging die Anlage im Dezember 2010 in Betrieb.
Im weiteren Gespräch stellte Klaus Schröder weitere Rahmendaten der Anlage vor, die mittlerweile von 18 Landwirten gemeinschaftlich betrieben wird und rund 91% der Ortschaft Malstedt mit Wärme versorgt. Zu 1/3 wird Strom und zu 2/3 Rohbiogas produziert, welches noch vor Ort zu Biomethan aufbereitet wird. Es werden drei Blockheizkraftwerke (BHKW) betrieben, im September kommen zwei weitere hinzu, die unter anderem im Ort Malstedt aufgestellt werden. Zwei 77.000-Liter Pufferspeicher sorgen dafür, dass in Überschuss-Zeiten produzierte Wärme gleichsam zwischengelagert, und bei Bedarf wieder verteilt werden kann. Dafür war eine Gesamtinvestition von rund 9 Mio. Euro notwendig.
Klingbeil abschließend: „Es ist eben wichtig, die Menschen ernst zu nehmen. Sonst sind solche Großprojekte zum Scheitern verurteilt. Außerdem ist das Wärmekonzept mit diesem hohen Anschlussgrad absolut vorbildlich.“
Wichtige Informationen zum Thema Biogas: Klaus Schröder eingerahmt von Hans-Klaus Genter-Mickley und Lars Klingbeil MdB |